Ein professioneller Gastgeber zu sein ist in der Regel ein Vollzeitjob und verlangt Ihnen eine Menge Zeit und Aufwand ab. Zu den Aufgaben gehören nicht nur der Kontakt zu den Gästen, sondern leider auch viele Aufgaben, mit denen man zu Beginn der Tätigkeit oftmals nicht rechnet. Wir sind uns sicher, dass Sie ein großartiger Gastgeber sind und Sie Ihren Gästen den Aufenthalt zu schön wie möglich gestalten aber wie sieht es mit den rechtlichen Anforderungen aus und noch wichtiger damit, wie Sie Gäste in Ihre Unterkunft locken?

Damit Sie auch mit den notwendigen und teilweise fremden Herausforderungen gut zurechtkommen, haben wir Ihnen 10 hilfreiche Tipps zusammengestellt, die Ihnen die Arbeit erleichtern und Ihnen die Sicherheit verschaffen sollen, nichts Wesentliches zu übersehen. Wenn Sie diese 10 Schritte von Anfang an verfolgen, steht einer erfolgreichen Unterkunft nichts mehr im Wege! 

 

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1. Versetzen Sie sich in die Haut Ihrer Gäste 

Betrachten Sie Ihre Unterkunft mit den Augen Ihrer Gäste. Überlegen Sie, was Sie sich von einer Übernachtung erwarten und versuchen Sie die Erwartungen Ihrer Gäste zu erfüllen. Und vergessen Sie nicht, neben all den Richtlinien und Bestimmungen, die man einhalten muss, ist dieses Geschäft im Kern doch ganz einfach – es geht um Gastfreundlichkeit und darum, den Gästen eine gute Erinnerung zu verschaffen!

Zeigen Sie Ihren Gästen, dass Sie sich um ihr Wohl kümmern, indem Sie eine schöne Atmosphäre und aufgeräumte und liebevoll eingerichtete Räumlichkeiten schaffen und zusätzlich ein paar Geschichten oder Insider-Infos erzählen, mit denen der Aufenthalt zu etwas Besonderem wird. 

2. Planen Sie Ihre Geschäftsidee sorgfältig

Nachdem Sie den lokalen Markt angesehen haben, schreiben Sie ruhig einen Business- und Budgetplan, um die wichtigsten Faktoren für Ihr Geschäft zu bestimmen und z.B. den angestrebten Umsatz und den Zeitpunkt, ab dem Gewinn gemacht werden soll, festzulegen. Nutzen Sie dafür einen der zahlreichen Ratgeber, die Ihnen die wichtigsten Schritte erläutern oder lassen Sie sich von einem lokalen oder regionalen Tourismusverband dazu beraten. 

3. Legen Sie einen flexiblen Preisplan fest

Recherchieren Sie, zu welchen Jahres- und Tageszeiten in Ihrer Region die meisten oder wenigsten Besucher sind. Mit diesem Wissen können Sie Ihre Preise so bestimmen, dass Sie in den Hochphasen den größten Profit erzielen können und in den schwächeren Monaten Gäste durch besondere Angebote anlocken. Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Artikel über ganzjährige Auslastung. 

4. Legen Sie die richtigen Buchungsbedingungen fest

Legen Sie die Buchungsbedingungen fest, die genau für Ihr Geschäft passen und die vor allem Anzahlungen und Stornierungen beinhalten. Nehmen Sie immer Anzahlungen und stellen Sie auch sicher, dass Sie diese auch aus dem Ausland (Übersee) empfangen können. 

5. Nutzen Sie die richtige Technologie

Wählen Sie einen Technologie-Anbieter, der die besonderen Bedürfnisse von kleinen, individuellen Unterkünften kennt und Ihnen ein vollständiges Buchungs- und Verwaltungssystem bietet – so wie es eviivo macht. Stellen Sie auf jeden Fall sicher, dass Sie online buchbar sind und Zahlungen auch online erhalten können. Unterschätzen Sie nicht, welchen enormen Einfluss eine einfache und umfängliche Technologie auf Ihre Arbeit haben kann. Sie wird ihnen nicht nur viel Zeit sparen, sondern auch zu mehr Umsatz verhelfen. 

6. Präsentieren Sie Ihre Unterkunft online 

Finden Sie heraus, welche online Reiseportale am besten für Ihre Unterkunft geeignet sind. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, eine große Präsenz bei einigen Portalen zu haben. Natürlich ist die Auswahl auch von der Art Ihrer Unterkunft abhängig. Ihr Technologie-Anbieter sollte Ihnen bei der Auswahl der richtigen Portale behilflich sein.

7. Nutzen Sie eine attraktive Webseite

Die Webseite präsentiert wie kaum etwas anderes Ihre Unterkunft. Verwenden Sie also eine attraktive Homepage mit schönen Bildern, aktuellem Inhalt und der Möglichkeit, direkt über die Seite online gebucht zu werden. Lesen Sie auch gerne unseren Artikel über die Bedeutung schöner Bilder und darüber, wie man diese einfach selber machen kann. 

8. Erwägen Sie auch Essen anzubieten

So können Sie Ihren Gästen noch eine weitere Leistung anbieten. Bedenken Sie jedoch, dass dafür weitere rechtliche Voraussetzungen erfüllt werden müssen und dies zudem Auswirkungen auf Ihre Rolle und Verantwortung haben kann. 

9. Sichern Sie sich rechtlich ab

Das deutsche Recht kann oftmals sehr kompliziert sein und hat seine Tücken, die einem die Arbeit erschweren. Beschäftigen Sie sich also ausführlich mit den Anforderungen und lassen Sie sich ggf. beraten. Für Betreiber von Ferienwohnungen kann der folgende Link wichtige Informationen geben. 

10. Profitieren Sie von den Erfahrungen anderer  

Sprechen Sie mit anderen Hoteliers und Vermietern und lernen Sie aus deren Fehlern. Saugen Sie so viele Informationen wie möglich auf, damit Sie optimal vorbereitet sind und keine bösen Überraschungen erleben. Überlegen Sie auch, sich einem örtlichen oder regionalen Verband anzuschließen, um dort Beratung zu finden und sich mit den anderen Mitgliedern austauschen zu können. 

Zusammenfassung

Das Betreiben einer Unterkunft bringt zahlreiche Aufgaben mit sich und nicht selten müssen Sie nicht nur Manager, sondern auch Koch, Rezeptionist, Heimwerker und Unterhalter in einer Person sein. Umso wichtiger ist es also sich gut auf dieses Geschäft vorzubereiten und regelmäßig Unterstützung zu erhalten und wahrzunehmen. Behalten Sie immer das Wesentliche im Auge – Ihre Gäste. Sie sind es, warum Sie den Job machen und sie sind es auch, die Ihre Unterkunft weiterempfehlen oder nicht. Bestärken Sie sie also, eine positive Bewertung zu hinterlassen und in ihrem Bekanntenkreis von Ihnen zu berichten, denn nichts wirkt besser als persönliche Fürsprecher und Unterstützer. 

Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps dabei helfen, Ihre Unterkunft erfolgreich und langfristig zu führen und dafür sorgen, dass Sie gut vorbereitet sind und gemeinsam mit Ihren Gästen tolle Erfahrungen und Erinnerungen sammeln.