Teil 7 der Smart Pricing Reihe von eviivo
Warum jede Unterkunft einen Preiskalender braucht
Ihre Preise sollten nicht das ganze Jahr über gleich bleiben. Die Nachfrage verändert sich je nach Jahreszeit, Veranstaltungen, Feiertagen und lokalen Trends. Wenn Sie Ihre Preise im Voraus planen, können Sie diese Schwankungen optimal nutzen.
Ein ganzjähriger Preiskalender sorgt dafür, dass Sie Preise erhöhen, wenn die Belegungsrate hoch ist, Ihre Umsätze in Hochzeiten sichern und gezielt Werbeaktionen einsetzen, wenn die Nachfrage nachlässt.
Diese siebte Ausgabe der Smart Pricing Reihe von eviivo zeigt, wie Sie mit Ihrem Property Management System (PMS) einen Preiskalender für das gesamte Jahr erstellen – einfach einzurichten und jederzeit flexibel anpassbar.
Was ist ein Preiskalender?
Definition:
Ein Preiskalender ist eine visuelle Übersicht, die zeigt, wann Sie Ihre Preise erhöhen oder senken sollten, basierend auf saisonalen Trends, Nachfrageprognosen und wichtigen Ereignissen in Ihrer Region.
Warum er wichtig ist:
Er hilft Ihnen dabei,
- Preise für starke und schwache Nachfragephasen frühzeitig vorzubereiten
- wettbewerbsfähig zu bleiben, ohne spontan Rabatte geben zu müssen
- Werbeaktionen mit Nachfragemustern abzustimmen
- Preise über alle Buchungskanäle hinweg konsistent zu halten
Schritt 1: Historische Daten analysieren
Beginnen Sie mit den Daten aus Ihrem PMS aus mindestens den letzten zwei Jahren. Achten Sie dabei besonders auf:
- Zeiträume (Monate oder Wochen) mit der höchsten und niedrigsten Belegungsrate
- die durchschnittliche Tagesrate (ADR) und RevPAR (Revenue per Available Room) in jeder Saison
- wann die Buchungsaktivität typischerweise vor stark nachgefragten Zeiträumen ansteigt
Die fertigen Reports im Performance Manager von eviivo Suite ermöglichen es Ihnen, Jahresvergleiche durchzuführen und Muster klar zu erkennen. (Wenn Sie mehrere Unterkünfte verwalten, lassen sich so auch regionale Unterschiede identifizieren.)
Schritt 2: Ihre saisonalen Muster erkennen
Jede Unterkunft hat ihr eigenes Nachfragemuster. Analysieren Sie daher, was die Nachfrage in Ihrer Region antreibt, zum Beispiel:
- Freizeitdestinationen: Feiertage, Schulferien, warme Monate
- Stadthotels: Geschäftsreisen, Konferenzen, Aufenthalte unter der Woche
- Hybridmärkte: eine Mischung aus Tourismus und Veranstaltungen über das ganze Jahr hinweg
Tragen Sie diese Zeiträume anschließend in Ihren Preiskalender ein, zum Beispiel als:
- Hochsaison: starke Nachfrage, Premiumpreise
- Zwischensaison: stabile Belegungsrate, Standardpreise
- Nebensaison: weniger Buchungen, gezielte Werbeaktionen und Mehrwertangebote
Schritt 3: Lokale Veranstaltungen und wiederkehrende Nachfragespitzen berücksichtigen
Lokale Veranstaltungen können die Belegungsrate über mehrere Tage oder sogar Wochen beeinflussen. Nehmen Sie sowohl regelmäßig stattfindende saisonale Events als auch einmalige besondere Anlässe frühzeitig in Ihre Preisplanung auf – Anpassungen sind später jederzeit möglich.
Um kommende Veranstaltungen im Blick zu behalten, schauen Sie auf Tourismus-Websites, bei Kongresszentren und in lokalen Veranstaltungskalendern. Notieren Sie größere Ereignisse wie Festivals, Sportveranstaltungen oder Messen.
Tipp: Speichern Sie Ihren Veranstaltungskalender in Ihrem PMS. So wird er automatisch Teil Ihrer Prognosen und Ihrer Preisplanung für das nächste Jahr.
Schritt 4: Preisrichtlinien für jede Saison festlegen
Sie haben nun Zeiträume mit hoher oder niedriger Nachfrage identifiziert, indem Sie saisonale Trends und Veranstaltungen berücksichtigt haben.
Auf Basis Ihrer historischen Durchschnittswerte können Sie nun festlegen:
- wann Sie Preise erhöhen (z. B. in Monaten mit hoher Nachfrage oder bei besonderen Veranstaltungen)
- wann Sie Preise beibehalten (z. B. in stabilen Zwischensaisons)
- wann Sie Preise senken oder Werbeaktionen einsetzen (z. B. in Monaten mit geringer Nachfrage)
Beispiel:
|
Saison |
Preisanpassung |
Werbeaktion |
|---|---|---|
|
Sommer |
+10 % |
Familienpakete, Frühbucherangebote |
|
Herbst |
Basis |
Angebote für längere Aufenthalte |
|
Winter |
-10 % |
„3 Nächte bleiben, 1 Nacht gratis“ |
|
Frühling |
+5 % |
Geschäftsreisen unter der Woche |
Mit dem Channel Manager von eviivo Suite werden Preisänderungen automatisch auf alle Ihre Buchungskanäle übertragen.
Schritt 5: Werbeaktionen und Pakete im Voraus planen
Sobald Ihre Basispreise festgelegt sind, planen Sie Ihre Werbeaktionen frühzeitig.
Zum Beispiel:
- Frühbucherangebote rechtzeitig vor der Hochsaison starten
- Specials für Aufenthalte unter der Woche in Monaten mit niedriger Belegungsrate anbieten
- Pakete für längere Aufenthalte in der Zwischensaison erstellen
Wer früh plant, muss später nicht spontan mit Rabatten reagieren – und verliert auch nicht gegen Wettbewerber, die nur ihre Standardpreise anzeigen.
Ob exklusive Direktbucher-Werbeaktionen oder OTA-Rabatte: Mit dem Promo Manager von eviivo Suite verwalten Sie alle Werbeaktionen zentral an einem Ort.
Schritt 6: Überwachen, prüfen und optimieren
Ihr Preiskalender ist kein starres System – er entwickelt sich weiter.
Überprüfen Sie mindestens einmal pro Quartal Ihre tatsächlichen Ergebnisse im Vergleich zu Ihrer Prognose:
- Entsprach die Belegungsrate den Erwartungen?
- Waren die Werbeaktionen zum richtigen Zeitpunkt geplant?
- Hatten lokale Veranstaltungen mehr oder weniger Einfluss als erwartet?
Nutzen Sie diese Erkenntnisse, um Ihre Planung für das nächste Jahr zu verbessern. Mit der Zeit wird Ihr Preiskalender präziser, verlässlicher und einfacher anzupassen.
Häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten
- Saisonpreise erst in letzter Minute festlegen
- Nach Preisänderungen OTAs nicht aktualisieren
- Den Einfluss von Werbeaktionen auf den Umsatz nicht auswerten
- Dasselbe Preismodell für verschiedene Regionen oder Unterkunftsarten verwenden
Fazit
Ein Preiskalender sorgt dafür, dass Ihre Umsatzstrategie strukturiert, vorausschauend und datenbasiert bleibt.
Mit eviivo Suite können Sie saisonale Preise, Werbeaktionen und Verfügbarkeiten zentral für alle Kanäle verwalten. So wird die Nachfrageprognose zu einem einfachen, wiederholbaren Prozess, der Zeit spart und Ihre Rentabilität steigert.
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Als Nächstes in der Smart Pricing Reihe