Teil 2 der Smart Pricing Reihe von eviivo
Prognosen leicht gemacht
Jeder erfolgreiche Property Manager weiß: Effektive Preisgestaltung beginnt damit, zu erkennen, wann Gäste buchen möchten.
Ob Sie ein Boutique-Hotel, Ferienunterkünfte oder Serviced Apartments betreiben – wer Belegungstrends versteht, trifft fundiertere Preisentscheidungen.
In diesem zweiten Teil unserer Smart Pricing Reihe erklären wir, wie Sie die Nachfrage mithilfe Ihrer eigenen Property-Management-System-Daten prognostizieren – und wie PMS-Tools wie der Performance Manager der eviivo Suite einfache Berichte in umsatzsteigernde Erkenntnisse verwandeln.
Was ist eine Belegungsprognose?
Definition:
Die Belegungsprognose ist der Prozess, mit dem Sie anhand vergangener und aktueller Buchungsdaten einschätzen, wie ausgelastet Ihre Unterkunft in einem zukünftigen Zeitraum sein wird.
Warum das wichtig ist:
Präzise Prognosen helfen Ihnen dabei:
- Zeiträume mit hoher und niedriger Nachfrage frühzeitig zu erkennen
- Preise anzupassen und Werbeaktionen im Voraus einzurichten
- Personal-, Reinigungs- und Lagerkapazitäten zu planen
- Transparenz über Ihren Cashflow zu verbessern
Schritt 1: Analysieren Sie Ihre historischen Daten
Ein leistungsfähiges PMS liefert Ihnen einen wahren Datenschatz.
Beginnen Sie mit der Auswertung von:
- Vergangenen Belegungsraten (monatlich, quartalsweise, jährlich)
- Durchschnittspreis pro belegtem Zimmer (ADR) und RevPAR im Zeitverlauf
- Buchungsfenstern und Aufenthaltslängen
- Änderungen in der Nachfrage und deren Ursachen (z. B. lokale Events)
Im Performance Manager der eviivo Suite werden diese Trends in übersichtlichen, visuellen Formaten dargestellt – inklusive Diagrammen und einem Key-Figures-Dashboard. So lassen sich wiederkehrende Spitzen (z. B. Sommerferien, Weihnachtsmärkte) und Tiefpunkte (z. B. Januar-Flaute) leicht erkennen.
Tipp: Schauen Sie mindestens zwei Jahre zurück, um wiederkehrende Nachfragezyklen in Ihrer Region zu erkennen.
Schritt 2: Saisonale und regionale Nachfragetreiber identifizieren
Keine zwei Standorte sind gleich. Effektive Prognosen setzen voraus, dass Sie verstehen, welche Faktoren die Reisen in Ihrer Region beeinflussen.
Beispiele:
- Freizeitziele → Nachfrage abhängig von Wetter, Schulferien, Festivals
- Städtische oder geschäftliche Aufenthalte → Nachfrage abhängig von Messen, Konferenzen, Wochentagen
- Hybride Märkte → Nachfrage durch Mischung aus Geschäfts- und Freizeitreisen
Nutzen Sie die Kalenderansicht in der eviivo Suite, um lokale Events zu dokumentieren und zu notieren, wie jedes die Buchungszahlen beeinflusst. Mit der Zeit entsteht so eine „Nachfragekarte“, die speziell auf Ihre Region zugeschnitten ist.
Schritt 3: Segmentieren Sie Ihre Belegungsdaten
Verschiedene Gäste verhalten sich je nach Buchungsart, -inhalten und Zeitpunkt unterschiedlich. Daher sollten Sie Ihre Prognosen nach folgenden Kriterien unterteilen:
- Kanal (Direktbuchung, Online Reiseportale, Firmenkunden)
- Zimmertyp oder Immobilientyp
- Buchungszeitraum / Vorlaufzeit
Diese Segmentierung hilft Ihnen zu erkennen, wo Sie Werbeaktionen schalten oder Preise anheben sollten. Beispiele:
- Online Reiseportale füllen Zimmer möglicherweise frühzeitig für große Events
- Direktbuchungen dominieren oft Last-Minute-Buchungen am Wochenende
Schritt 4: Erstellen Sie ein einfaches Prognosemodell
Hier ist ein einfaches Rahmenmodell:
Prognostizierte Belegungsrate % = (Historische Belegungsrate ± Trendanpassungen)
- Starten Sie mit Ihrer durchschnittlichen Belegungsrate aus demselben Zeitraum des Vorjahres.
- Passen Sie nach oben an, wenn die Nachfrage in diesem Jahr voraussichtlich höher ist (z. B. frühere Buchungen, mehr lokale Events).
- Passen Sie nach unten an für ruhigere Buchungsperioden.
Beispiel:
Letzter Juli = 85 % Belegung → +5 % für frühere Buchungen in diesem Jahr → Prognose = 90 %.
Im Performance Manager der eviivo Suite können Sie automatisch mehrere Jahre vergleichen und neue Reservierungsdaten über historische Baselines legen.
Schritt 5: Prognosen mit dynamischer Preisgestaltung kombinieren
Prognosen allein sind nicht narrensicher. Um auf unvorhergesehene Nachfrageschwankungen reagieren zu können, kombinieren Sie Ihre Prognosen mit automatisierten Preisänderungen.
Der Promo Manager der eviivo Suite ermöglicht es Ihnen, Regeln festzulegen, um automatisch:
- Preise zu erhöhen, wenn die Belegung eine gewählte Schwelle überschreitet (z. B. 80 %)
- Preise zu senken, wenn die Belegung fällt, um Buchungen zu fördern
- Kurzzeit-Tarife zu schließen, wenn längere Aufenthalte bevorzugt werden
- Ihr Inventar auf OTAs zu schließen, um provisionsfreie Direktbuchungen zu fördern
Mit diesem Ansatz – bekannt als dynamische Preisgestaltung – werden Ihre Prognosen durch Tools unterstützt, die Echtzeit-Schwankungen abbilden und so kontinuierlich den Gewinn steigern.
Schritt 6: Überwachen und optimieren
Prognosen sollten sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln. Prüfen Sie sie regelmäßig, um geplante vs. tatsächliche Belegung zu vergleichen.
Fragen Sie sich:
- Wurde die Belegung früher oder später als erwartet erreicht?
- Haben bestimmte Buchungskanäle über- oder unterperformt?
- Gab es Nachfragespitzen, die auf neue regionale Events zurückzuführen sind?
Führen Sie diese Erkenntnisse wieder in Ihr PMS zurück. Je mehr Sie iterieren, desto genauer wird Ihr Prognosemodell.
Häufige Fehler bei Prognosen, die Sie vermeiden sollten
- Sich nur auf die Daten des Vorjahres verlassen, ohne Marktveränderungen zu berücksichtigen
- Buchungsfenster-Trends ignorieren
- Preise reaktiv statt proaktiv festlegen
- Regionale Events übersehen
Tipp: Nutzen Sie wiederkehrende Berichte in der eviivo Suite™, damit die Datenanalyse bereits erfolgt, bevor Sie sie wirklich brauchen.
Kurze Formel-Zusammenfassung
- Belegungsrate = (verkaufte Zimmernächte ÷ verfügbare Zimmernächte) × 100
- Prognostizierte Belegung = historische Belegung ± Nachfrageanpassungen
- Umsatzprognose = Einheiten × Tage × Preise × prognostizierte Belegungsrate
Verwenden Sie diese Kennzahlen, um Ihr nächstes Quartal zu planen – und überprüfen Sie sie vor jeder neuen Saison erneut.
Bereit, Ihre Prognosen weiter zu verbessern?
Laden Sie unseren Leitfaden zur Preisstrategie herunter, um die vollständige Liste der wichtigen Kennzahlen aus Teil 1 dieser Smart Pricing Reihe zu erhalten – plus weitere Insights, die Ihnen helfen, Ihre Prognosen zu optimieren.
Vorschau auf die nächsten Themen der Smart Pricing Reihe
- Wie Sie mit Werbeaktionen und Paketen mehr Direktbuchungen generieren
- Die Psychologie der Preisgestaltung: Warum Gäste Ja (oder Nein) sagen
- …und mehr